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Digital Business 09/2026

07.09.2026

Resilienz entscheidet: Die neue Logik der Cyberangriffe

"Kriminelle richten sich bei Cyberangriffen nicht nach Geschäftszeiten. Unternehmen benötigen daher kontinuierliche Überwachung, um schnell reagieren zu können. Ein Managed Security Operations Center bietet Monitoring rund um die Uhr.

Unternehmen investieren heute mehr denn je in IT-Sicherheit. Firewalls, Endpoint-Schutz, E-Mail-Security und Cloud-Sicherheitslösungen sind in vielen Unternehmen Standard. Aber: Cyberkriminelle passen laufend ihre Strategien an.

Die angespannte Bedrohungslage in Deutschland dokumentiert der Lagebericht des BSI. Besorgniserregend ist dabei die Entwicklung der Angriffsflächen. Mit durchschnittlich 119 neu bekannt gewordenen Schwachstellen pro Tag stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um rund 24 Prozent. Rund 80 Prozent der gemeldeten Cyberangriffe richten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen.

 

Moderne Sicherheitslösungen brauchen permanente Aufmerksamkeit

Viele Unternehmen haben moderne Sicherheitslösungen eingeführt. Eine zentrale Frage bleibt aber häufig unbeantwortet: Wer sorgt für die lückenlose Überwachung der Systeme?

Sicherheitslösungen erzeugen eine Vielzahl von Meldungen, Warnungen und Ereignissen. Darunter sind Fehlalarme ebenso wie Hinweise auf tatsächliche Angriffe. Die Herausforderung ist, aus der Datenflut die relevanten Informationen herauszufiltern und rechtzeitig zu handeln. Parallel dazu verschärft sich der Fachkräftemangel im Bereich Cybersecurity. Aufbau und Betrieb eines eigenen Security Operations Centers (SOC), einer zentralen Einheit zur kontinuierlichen Überwachung und Analyse der IT-Sicherheit, erfordern nicht nur spezialisierte Analysten, sondern auch etablierte Prozesse, leistungsfähige Technologien und einen 24x7-Betrieb. Insbesondere im Mittelstand ist das kaum realisierbar.

 

Die Jagd nach ungeschützten Angriffsflächen

Statt großer Angriffe setzen Cyberkriminelle zunehmend auf viele mit geringem Aufwand durchführbare Attacken. Für Unternehmen bedeutet das: Das Risiko hängt weniger von ihrer Größe ab als von der Angriffsfläche und den Schwachstellen der IT-Landschaft. Angreifer suchen gezielt nach ungepatchten Systemen, Fehlkonfigurationen oder verdächtigen Aktivitäten, die unentdeckt bleiben. Daher gewinnt professionelles Angriffsflächenmanagement ebenso an Bedeutung wie die kontinuierliche Überwachung sicherheitsrelevanter Ereignisse. Prävention bleibt unverzichtbar. Entscheidend ist jedoch, verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und Sicherheitsvorfälle schnell einzudämmen. (...)"

 

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